| Mantrailen - Arbeiten versus Schnüffeln |
|
| Geschrieben von: Administrator |
| Montag, den 28. Februar 2011 um 11:06 Uhr |
Mantrailen - Arbeiten versus SchnüffelnBeim Mantrailen stellen wir immer wieder fest, dass die Hunde, die schon etwas länger trailen, wissen worum es beim Trailen geht, dass sie aber dennoch ihren Privat-Schnüffeleien gern nachgehen.
Ritualisierung
Wir bauen das Mantrailing so auf, dass die hunde ein Gefühl dafür bekommen, wann gearbeitet - also getrailt - wird und wann Freizeit ist. Hierzu dient von Anfang an die Ritualisierung, wenn der Hund zum Trailen fertig gemacht wird: Ruheposition, evt. Halstuch umbinden, Geschirr anlegen, Schleppleine aufrollen, kurze Leine vom Halsband ausklinken, Rucksack aufsetzen, Schleppleine am Geschirr einklinken, Geruchsartikel (GA) geben, Trailkommando. Alles immer in derselben Reihenfolge. Schnüffeln nach dem Start
Dennoch ist manchmal der Start schwierig, obwohl der Hund schon ganz gierig ist. Manche Hunde driften manchmal (nicht immer) gleich am Anfang ab und schnüffeln erstmal nach anderen interessanten Gerüchen. Wir können sicher sein, dass der Geruch aufgenommen worden ist und auch der Arbeitsauftrag richtig verstanden worden ist. Denn wenn die anfängliche prvat-Schnüffelei überstanden ist, geht der Hund zielsicher der Suchspur nach und findet auch bei Verleitungen und Differenzierungen die richtige Suchperson. Der Hund muss wissen, dass er arbeiten soll
Wir geben dem Hund von Anfang an zu verstehen, dass er bei Trailen zu arbeiten hat und das Schnüffeln aus Eigeninteresse und Markieren nicht zugelassen wird. Hierbei kommt es darauf an, zu erkennen, w a n n der Hund für sich schnüffelt und ncht an der Spur arbeitet. Wenn man das erkennt, kann man den Hund z.B. mit dem Knie weiterschieben (nicht aggressiv aber bestimmt), am besten verbunden mit einem Zusatz-Wort wie "Arbeiten!". Auf keinen Fall den Hund an der Leine wegziehen!!! Die Schleppleine ist kein Korrektur-Mittel. (Auch die andere Leine eigentlich nicht). Schleppleine heißt immer: der Hund arbeitet selbständig. Jede Korrektur ist kontrapproduktiv. Was wir machen ist, dem Hund einen deutlichen Hinweis geben, dass er selbständig weiterarbeiten soll. Es erfordert sehr viel Gespür und Training zu erkennen, wann der Hund nur für sich schnüffelt und oft noch schwieriger ist es, im Fall der Fälle direkt beim Hund zu sein, um ihn mit dem Knie weiterzuschieben. Besonders dann, wenn man gerade die Schleppleine auf 5m oder noch länger ausgefahren hat. Dies muss man von Anfang an und kontinuierlich üben. Richtige Verhaltensweise, richtiges Timing, richtige Grundstimmung (nicht genervt, nicht aggressiv). Wirklich nicht einfach. Aber sehr wichtig! Gleichzeitige Gerüche
Auch während des Trails, bei dem der Hund konzentriert arbeitet, kommt es vor, dass er andere interessante Gerüche aufnimmt. Es eine der besonderen Fähigkeiten des Hundes, sehr viele verschiedene Gerüche gleichzeitig wahrzunehmen und auch einordnen zu können. (Ähnlich wie wir viele visuelle eindrücke gleichzeitig wahrnehmenv können, mal das Interesse auf etwas anderes lenken, dann aber wieder bei der Sache sind). Der Hund verliert seinen Auftrag nicht aus den Gedächtnis. Da kann man ganz sicher sein, auch wenn er zwischendurch anderen Gerüchne parallel nachspürt. Auf gar keinen Fall braucht der Hund ein zweites Mal den GA, im Gegenteil! Das würde ihn nur irritieren. Er müsste ja denken, dass er jetzt eine neue Information bekommt, was nicht der Fall sein soll. Das Arbeiten trainieren - hundespezifisch - situationsspezifisch
Auch wenn der Hund mehrere Gerüche gleichzeitig wahrnehmen und zuordnen kann, soll er beim Trailen konzentriert an seienr Aufgabe arbeiten. Wie man das "Arbeiten" im Detail trainiert, hängt auch sehr stark vom jeweiligen Hund ab. Wie man auf seinen Hund einwirkt, sollte man sich genau überlegen, je nach Art und Mentalität des Hundes. Der Mensch muss lernen
Letztendlich ist der Mensch hinter dem Hund dafür verantwortlich, was der Hund macht. Neigt ein Hund beim Trailen zum Schnüffeln aus Eigeninteresse, dann muss der Hundeführer bzw. der Trainer darauf reagieren und die richtigen Schlüsse ziehen. Zum Beispiel den Trailaufbau entsprechend gestalten und vereinfachen, oder auch die Motivation erhöhen (leckereres Futter). Wenn der Hund bei Trailen ein nciht erwünschtes Verhalten zeigt, ist das kein Fehler des Hundes, snder eine Herausforderung an Trainer und Hundeführer. |
| Zuletzt aktualisiert am Montag, den 28. Februar 2011 um 12:18 Uhr |